Fröhlicher Kreis 4/2021

Editorial: Jetzt, wo der Summa aussi is‘ und saisonbedingt die Tanzerei toben müsste, passiert das kaum.

Groß, und sicher auch zu Recht ist die Verunsicherung was und wie man’s tun kann. Man kann sich nicht einmal auf einen Verordnungsdschungel ausreden, weil’s nicht einmal den gibt. Aber es gibt eben wenig körpernähere Freizeitvergnügen als Tanzen und Singen.

Aktuell also: bis 100 Personen die 3G Regel, darüber zusätzlich Anzeigepflicht… Dann gibt’s natürlich noch Spezialverordnungen der Bundesländer. Ganz hilfreich ist die Website: corona-ampel.gv.at/aktuelle-massnahmen. Wir lernen daraus: Auch wenn Tanzen wieder untersagt werden sollte, wird’s den Nichtgeimpften noch untersagter. Trotz alledem: Wir hatten wunderschöne (nicht wettermäßig und der Traunsee war selten so saukalt) BAG-Tage in Gmunden, ein schönes Tanzfest vor dem Belvedere und eine gut organisierte Tanzerei, anlässlich der BAG-Generalversammlung in Hengsberg. Herzlichen Dank dafür an Maria Holzmann und ihrem Team!

Wir sollten also ein wenig dankbarer werden für all das, was unter den derzeitigen Bedingungen möglich und machbar ist und alle sich bietenden Gelegenheiten mutig, aber nicht unvorsichtig nützen. Alle Kultur- und sonst wie Veranstalter haben die gleichen Probleme und Risiken (Konzerte, Theater, Kathreintänze, Christkindlmärkte…). Zu planen, als ob nix wäre und permanent abbruchbereit sein. Damit bekommt übrigens das „small is beautiful“ eine neue Dimension. Kleine Veranstaltungen sind wesentlich flexibler zu beherrschen. Gemütlicher auch noch dazu. Natürlich muss dafür vieles redimensioniert werden, um wirtschaftlich tragbar zu sein. Das erfordert auch ein Zurückschrauben von Erwartungen und Ansprüchen. Aber – bevor nix ?

Ich hoffe trotz allem, dass sich das sonderbare Match einer phantasierten Freiheit gegen die Vernunft zugunsten Letzterer entscheidet und dass wir uns dann wieder einigermaßen ungehindert bewegen können.

Herbert Zotti

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