Fröhlicher Kreis 2/2022

Editorial: Jetzt wär’s an der Zeit, dass wieder wer einmal etwas Positives schreibt.

Gar nicht einfach in einer kriegerisch-pandemischen Frühlingsdepression. Wenn umadum alles grauslich ist, reichen die paar Frühlingsbleamerln auch nicht als Generator für gute Laune. Passend dazu übrigens das Schneegestöber bei der letzten Vorstandssitzung am 2. April in Gmunden. Da wollte ich ein paar Fotos machen – als Werbung für die BAG -Sommerwoche und auch als Titelbild für diese Ausgabe. Wieder nix. Daher möge man meinen Rückgriff auf das Fotoarchiv verzeihen.
Aber versuchen wir das Positive zu sehen: Wir leben noch in einigermaßen gesicherten Lebensumständen. Und auch in einem noch sozialen Umfeld. Dagegen erscheint der Verzicht auf Treffen, Feste und Feiern mit viel Volks- und Überhauptkontakten eher harmlos. Und doch, wenn wir uns fragen, was das eigentliche „Leben“ ausmacht, kommen wir schnell über unsere lebenserhaltenden Primärfunktionen hinaus. Und dann möchten wir einfach wieder tanzen und springen, singen und klingen. Und das eben nicht alleine. Und wenn möglich unmaskiert, weil das Leben als permanente Redoute ziemlich anstrengend ist. Leute, die sich die Welt als große Verschwörung imaginieren, haben’s einfacher. Die kennen wenigstens die Schuldigen an unserem unerfreulichen Zustand. Und das sind natürlich die „Chemiegiganten“, die „Eliten“, bis hin zu Templern, Freimaurern, das Weltjudentum (was immer das auch sein mag) und all die anderen üblichen Verdächtigen.
Und wir Blinden und Uneingeweihten, die nicht einmal wissen, wie man ins Darknet kommt, glauben unseren korrupten Redakteuren und den gekauften Medien! Dort gibt’s schon auch Gründe zur Heiterkeit: So wird seit dem letzten Wochenende ein „Erneuerbares Energiegesetz“ kolportiert, dass demnächst die Trübnis der Welt erblicken soll. Ich habe ja nichts gegen Leute, deren Mama aus Yokohama und deren Papa aus Paris, oder meinetwegen auch aus Kragujevac stammt. Aber dieser Name zeigt wieder, dass Deitsch eben net afach is.
Man verzeihe meine permanenten Abschweifungen vom Thema Tanz. Wenn dieser wieder einigermaßen geordnet stattfinden wird, werde ich mich bessern.
Bis dahin und mit besten Osterwünschen! Herbert Zotti

Inhalt

  • Alles neu? – Die Grafikerin Elisabeth Bernauer stellt sich vor
  • Katharina Pecher-Havers: Ein Dirndl entsteht
  • Katharina Pecher-Havers: Tanzmusikantenschulung März 2022
  • Der BAG-Vorstand tagt in Gmunden
  • Norbert Frank: Ein Leben für die Völkerverständigung
    – Maria Müller, Initiatorin der „Begegnungen“, wurde 95
  • Franz Fuchs: Volkstanz im Internet #27

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