Vorwort: Unter neuem Titel
„Der fröhliche Kreis“? – Ja, fröhliche Kreise kann es viele geben, beim Singen, beim Tanzen, beim Spiel, als Tischrunde. Und es soll sie geben. Gerade wir, die wir uns mit Volkstumspflege befassen, müssen in fröhlichen Kreisen stehen, wenn unser Tun Erfolg haben soll. Kreise, Gemeinschaften, – unter Volkstum versteht man die Lebensäußerungen eines Volkes, also einer Gemeinschaft, und als Volkstumspflege gilt im Besonderen die Pflege der musischen Äußerungen im Gemeinschaftsleben, also von
Volksmusik und Gesang
Tanz
Laienspiel
Tracht
Brauchtum und Feiergestaltung
und das alles kann nur in Kreisen, in Gemeinschaften gepflegt werden.
Und fröhlich bei unserem Tun sollen wir ebenso sein, wie ernst bei unserer Auffassung und Meinung. So wollen wir alle in fröhlichen Kreisen wirken, und „Der fröhliche Kreis“ soll uns dabei verbinden, soll der Anregung und dem Erfahrungsaustausch dienen.
„Der fröhliche Kreis“ steht ab nun als Ti tel über unseren Mitteilungsblättern, die weiterhin mindestens viermal j ährlich in zwangsloser Folge erscheinen, und dieser Titel soll alle unsere Leser zu einem Kreis von Mitarbeitern zusammenschließen. Wir freuen uns über jede Zuschrift, Stellungnahme, und vor allem über Berichte aus der praktischen Arbeit. Alle Zuschriften sind an das Landesjugendreferat der Steiermärkischen Landesregierung , Graz, Burg, zu richten. Weiters bitten wir , uns neue Interessenten für den Bezug des „Fröhlichen Kreises“ zu nennen, Adressenänderungen mitzuteilen und uns auch ehrlich zu sagen, wann kein Interesse am Bezug vorhanden ist, denn infolge ihrer Unentgeltlichkeit sind uns diese Blätter eine finanzielle Belastung.
Im Vergleich zu der vom Steirischen Volksbildungswerk herausgegebenen vortrefflichen Zeitschrift „Steirische Berichte zur Volksbildung und Kulturarbeit“, die wohl allen unseren Lesern bekannt ist (oder sein sollte), ist der Themenkreis des „Fröhlichen Kreises“ enger gezogen, dafür mehr auf die praktische Arbeit ausgerichtet.
Die „Steirischen Berichte“ vermitteln die Gesamtschau, die bei aller Kulturarbeit unerläßlich ist, und der „Fröhliche Kreis“ soll, so wünschen wir uns, der Arbeit in den kleinen Gemeinschaften im ganzen Land dienlich sein.
Fritz Frank und Eberhard Franz
Inhalt:
- Franz Vogl: Was soll der Volkstanz heute?
- Maria Weißenböck: Ausseer Fasching 1960
- Eberhard Franz: Vorsicht, Karnevalitis – Ansteckungsgefahr!
- Gerda König: Unser Steirisches Volkstanzfest
- Eberhard Franz: Nachwort


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