Editorial: Jetzt, nach der besinnlichen und ruhigen Adventzeit (so könnte es jedenfalls gewesen sein), geht’s wieder los.
Ein neues Jahr wartet auf uns und mit ihm viele Aufgaben. Da sind zunächst einmal die „Äußerlichkeiten“, die beitragen sollen, unser Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit der gelebten Realität anzunähern. Kurzum zu zeigen, dass man auch, obwohl man Volkstanz liebt, ein Mensch des 21. Jahrhunderts sein kann und kein kulturpessimistischer Vergangenheitsverklärer sein muss.
Von Schiller stammt der Satz: „Veränderung ist das Salz des Vergnügens“. Ich denke, er ist trotzdem richtig. Aber gerade im Feld der Volkskultur, die sich wesentlich auf Tradition(en) abstützt, erscheint Veränderung eher bedrohlich. Immer wieder werden wir an der Frage rühren: Wieviel darf man verändern, ohne dass dabei das Wesen der Dinge, in unserem Fall der Volkstanz, Schaden leidet. Einigkeit scheint darüber zu herrschen, dass wir die Einstiegsschwelle verkleinern müssen. Erfreulicherweise gibt es immer mehr freie Volkstanzangebote außerhalb von Gruppen und Ausbildungsveranstaltungen. Das ist in der Praxis nicht so einfach, weil es immer weniger Wirtshaussäle gibt, in denen solche Veranstaltungen stattfinden können. Über die Gemütlichkeit von Mehrzweckräumen und auch Pfarrsälen habe ich mich schon oft genug ausgelassen.
Zurück zu den Aufgaben des kommenden Jahres: Spätestens bis zum Sommer soll unser Internetauftritt modernisiert werden. Äußerlich soll’s ein wenig einladender werden. Zudem soll es mit einer neueren Websitetechnik ermöglicht werden, dass wir aktueller werden, dass also das Sekretariat der BAG direkten Zugriff hat und Eintragungen selbst vornehmen kann, ohne jedes Mal den Webmaster bemühen zu müssen. Ebenso werden wir das Layout der Zeitung überarbeiten, das jetzt schon etwas in die Jahre gekommen ist.
Eine neue CD zu der Neuausgabe des Buches „Alte Tänze für junge Leute“ ist ebenfalls wünschenswert. Dafür werden wir auf einen neuen Film verzichten und eine Linksammlung auf unserer Website zur Verfügung stellen, die helfen soll Tänze im Internet zu finden. Das ist auch im Hinblick auf die vielfältigen Ausführungsvarianten der Tänze, wie auch jene der Musik interessant. Und wird auch helfen, das etwas biedere Bild von richtig und falsch zu relativieren.
Am 2. und 3. April werden wir unsere Generalversammlung in Pörtschach abhalten und dabei das Kärntner Volkstanzfest besuchen. Obwohl es diesmal als Neuerung die Briefwahl für den Vorstand geben wird, hoffen wir auf zahlreiches Erscheinen unserer Mitglieder. Da wir eben eine Arbeitsgemeinschaft sind und kein Aufsichtsrat, können wir nur im persönlichen Gespräch und mit den Beschlüssen der Anwesenden weiter kommen.
Mit den besten Wünschen für das neue Jahr und die kommende Tanzzeit!
Inhalt
- Helmut Jeglitsch: Deutsche Volkstanzbewegung ist immaterielles Kulturerbe
- BAG Vorstandssitzung und Südtiroler Kathreintanz am 14.11.2015 in Meran
- Aus dem Volkstanzverband Burgenland
- Michaela Lehner: 66. Wiener Kathreintanz 2015
- Gunhild Oberzaucher-Schüller: Ideen vom getanzten Landleben
- Zum Ableben von Dr. Klaus Fillafer
- Kärnten meets Mozart
- Franz Fuchs: Volkstanz im Internet #12
Zu den Ausgaben der Zeitschrift „Fröhlicher Kreis“

