Fröhlicher Kreis 3/2018

Editorial: Bei der letzten Generalversammlung wurde der Vorstand mit nahezu verdächtiger Zustimmungsrate wieder gewählt.

Neben dem Dank für das große Vertrauen sei mir die Frage gestattet „warum eigentlich?“. Sicher ist die Anzahl jener, die sich um Vereinsfunktionen reißen eher überschaubar. Das mit der Ehre und dem Ehrenamt ist eben auch nicht mehr so. Man ist schon eher froh, wenn man ein paar „Deppen“ findet, die sich das antun.
Aber GV ist eben nicht nur Wahl, sondern Entwicklung und Vorstellung neuer Projekte, Überprüfung des Weges, etwa zwischen Tradition, Gegenwart und vermuteter Zukunft. Hierher gehört die kritische Befragung des Kanons der „Österreichischen Grundtänze“
auf Aktualität. Dieses grundlegende Werk hat ab den 1950er Jahren zu einem gemeinsamen (Volks-)Tanzgut, quer durch Österreich geführt. Aber ist das, und wenn ja, in welcher Form, heute noch aktuell? Auch wenn Volkskultur nicht so kurzwellig ist, wie die Politik (denken Sie an Kim Jong-Un, der bisher als eher vertrottelter Mickymausdiktator galt und jetzt warten alle auf den Verlobungstermin mit Donald – eben nicht Duck, sondern …), ist sie nicht so zeitlos, wie viele ihrer Exponenten wünschen. Eine zweite Frage wird jene nach den Tänzen der in Österreich lebenden Volksgruppen sein. Eine Dritte: Was wird in Österreich, bei öffentlich zugänglichen Veranstaltungen vom Ball bis zum Zeltfest, überhaupt getanzt?
Außerdem wurden noch für ihre längst-jährigen Verdienste geehrt (oder hätten werden sollen): Franz Wolf, Ehrenvorsitzender der BAG, der letztes Jahr die Leitung der steirischen ARGE übergeben hat – er ist aber leider nicht gekommen. Angeblich Verkühlung, aber die Krone hat’s offenbart:

Das mit den Abschüssen täte uns natürlich leid … Gekommen ist Kaspar Schreder, der im letzten Jahr die Leitung der Tiroler ARGE übergeben hat. Ihm danken wir herzlich für sein Wirken, auch bei uns im Vorstand der BAG und seine großes Ausmaß an Vernunft, das er
oft bei hitzigen Diskussionen gezeigt hat. Mit den besten Wünschen für einen erholsamen Sommer und vielleicht ein Wiedersehen bei der BAG-Woche und/oder der Sommerakademie.

Herbert Zotti

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