Fröhlicher Kreis 1/2026

Editorial: Das Jahr 2026 setzt dort fort, wo das Jahr 2025 aufgehört hat.

Mit weltweit großen Unsicherheiten, ausgelöst durch irrational handelnde Staatenlenker und einem immer stärker werdenden Anteil von Narzissten unter ihnen. Die Optimierung des eigenen Vermögens auf Kosten aller anderen schreitet offenbar unaufhörlich voran. Die Trennung in gute, weil ideologisch auf der gleichen Linie, und bösen Menschen, weil eben andersdenkend, ist zum allgemeinen Sprachgebrauch aber auch zur Maxime des Handelns in Politik und Gesellschaft geworden. Kaum jemand stößt sich noch daran, andere zu diffamieren, wenn es der Bevorteilung von sich selbst geht. Wie lange das die Menschheit noch aushalten kann?

Ich will hier nicht in puren Pessimismus verfallen. Da halte ich es schon eher mit dem Titel „Für Pessimismus ist es zu spät“ des neuesten Buches der anerkannten Klimawissenschafterin (und BAG-Mitglied aus früheren Zeiten) Helga Kromp-Kolb. Als Nachsatz steht auf dem Buchtitel „Wir sind Teil der Lösung“. Daran anknüpfend und unser Metier, die Tanzkultur betrachtend, sehe ich unser Wirken in viele Gesellschaftsschichten hinein. Wir ermöglichen in Seminaren, Menschen ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten auszubauen oder zumindest zu stabilisieren. Wir fördern es, die tänzerischen Kenntnisse und Fähigkeiten anderen Interessierten weiterzugeben. Wir gehen auf Menschen jedweder Kultur und Religion zu, anstatt sie misstrauisch anzusehen oder gar auszugrenzen. Reicht das aus, um die Klüfte im gesellschaftlichen Miteinander zu überwinden? Vermutlich nicht, aber in dem Maße, wie es unsere Möglichkeiten ergeben, kann es ein Beitrag dazu sein. Diesen gilt es weiterhin aufrecht zu erhalten oder sogar auszubauen.

Ein ereignisreiches Tanzjahr 2026 wünscht Wolfram Weber.

Inhalt

Zu den Ausgaben der Zeitschrift „Fröhlicher Kreis“