Am Freitag, den 9. Mai 2014, wurde Herbert Wotzel, ein langjähriges Mitglied (1990 – 2002) und Schriftführer der BAG Österreichischer Volkstanz in Begleitung von Familie, Freunden und Tanzfreunden am Friedhof von Maria Enzersdorf zu Grabe getragen.
Herbert war ein stiller, aber engagierter Mitarbeiter in der BAG mit vielen zukunftsorientierten und innovativen Ideen für den Volkstanz, den er, beinahe könnte man sagen „leidenschaftlich“, liebte und ausübte. Tanzfeste, Tanzwochen, Offene Volkstanzabende in Wien und in den Bundesländern besuchte er so gewiss wie seinen Arbeitsplatz in Wien. Einen großen Teil seiner Freizeit, da ja Schriftführer in der BAG, steckte er in das Verfassen von Sitzungsprotokollen sowie in den zeitaufwendigen Schriftverkehr rundum. Er sorgte auch für die erste Internet-Präsenz der Bundesarbeitsgemeinschaft zu einer Zeit, in der das noch keineswegs selbstverständlich und innerhalb der österreichischen Volkskultur vorbildlich war. In späteren Jahren wirkte er sehr verdienstvoll im Vorstand der Niederösterreichischen Arbeitsgemeinschaft für Volkstanz mit. Lieber allerdings tanzte er, und davon konnte er nie genug kriegen!
Nun begleiteten wir ihn allzu früh auf seinem letzten Weg in der Gewissheit, dass der Ausspruch des Heiligen Augustinus „O Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen!“ für Herbert keine Gültigkeit hatte. Vielleicht macht er mit diesen gerade eine Einführung, einen Eiswalzer?
Der Österreichische Volkstanz verliert mit Herbert Wotzel eine, über das gewöhnliche Maß hinausgehende Persönlichkeit.
Franz Wolf
