Fröhlicher Kreis 1+2/2012

Editorial: Jetzt haben wir es endlich geschafft, den Fröhlichen Kreis in Farbe herauszubringen.

Motor und treibende Kraft war natürlich Helmut Jeglitsch. Dabei wurde auch das Layout entsprechend verändert (und, um den Jeglitschigen Ordnungsvorstellung zu entsprechen, die Erscheinungsreihenfolge verändert, damit die jeweilige Nummmer immer am Quartalsanfang erscheint. Das hat jetzt eine Doppelnummer zur Folge).
Das Ergebnis ist, wie immer, Geschmackssache. Darüber lässt sich trefflich diskutieren. Dafür stehen wir auch (in Grenzen) zur Verfügung, ebenso wie für entsprechende Nachjustierungen. Aber eine alte Weisheit meint ja, dass es besser sei, das Zweitbeste zu haben, als vom Besten zu träumen. Daraus abzuleiten, dass wir lieber den „Spatz in der Hand …“ haben, ist allerdings unzutreffend.
Ein relativ großer Beitrag widmet sich dem Thema „Tanz in der Kirche“. Volksnahe Priester und modern sein wollendes Kirchenvolk möchten gerne ihre überschäumende Lebensfreude sich selbst und dem lieben Gott demonstrieren. Und warum soll man ja nicht? Ich zweifle keine Sekunde daran, dass Gott, dessen Gedanken und Wege nicht die Unseren sind (Jes. 55,8) das auch irgendwie erträgt. Gelegentlich könnten wir uns aber auch daran erinnern, dass „alles seine Stunde hat“ (Koh. 3,1-8) und eben nicht immer alles zusammen gehabt werden muss. Die liturgische Feier ist Gedächtnis des letzten Abendmahles. Dass dabei getanzt wurde, ist zumindest nicht überliefert. Und gehört auch, anders als etwa in der afrikanischen Kirche, nicht zu unserer Kirchentradition. Ich staune immer, wie Menschen, die von sich aus permanent Tradition reklamieren, dann doch, wenn’s passt, es sie überkommt oder das Wetter umschlägt, der freien Verfügbarkeit und Willkür das Wort reden. Und mag’s
auch – wie es in dem Artikel heißt – noch so „herzberührend“ sein.
Die kommende Wahl eines neuen Vorstandes, die bei der heurigen Generalversammlung Ende April in Leibnitz stattfinden wird, wirft ihre Schatten voraus. Es wird sicher, über den Vorsitz hinaus, eine Reihe
von Veränderungen geben. All jene, denen die BAG am Herzen liegt, sollten jedenfalls zu dieser GV kommen, da hier wirklich Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Herbert Zotti

Inhalt

  • Gunhild Kayser: Wiener Kathreintanz 2011
  • Peter Seifert: Der Wert des Volkstanzes
  • Helmut Jeglitsch: Schützenball in Grundlsee
  • Erika Koller: Aus dem Dornröschenschlaf erwacht …
  • Rosemarie Schilter: Wie entstand der kirchliche Reigen?
  • Helmut Jeglitsch: Die Streichzither
  • Andreas Jamnig: Volkstanzwoche Ehrental
  • Alexander Bittner: Die Garde der Stadt Bad Ischl
  • Helga Maria Wolf: Muttertag
  • Walter Schmidt 80 Jahre
  • Rudolf Lhotka: Nachruf auf Ing. Klemens Piringer
  • Helmut Jeglitsch und Familie Schreder: Nachruf auf Geneviève Billet
  • Helmut Jeglitsch: Ergänzung zur Wanderwoche mit Volkstanz aus Fröhlicher Kreis 3/2011
  • Judith Unterholzner: „Vorbildlicher Einsatz zur lebendigen Brauchtumspflege“
    Jahresvollversammlung und Neuwahlen der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz in Südtirol.
  • Monika und Hans Jung: Studenten tanzen

Zu den Ausgaben der Zeitschrift „Fröhlicher Kreis“