Herbert Lager, geb. 1907 in Wien, gest. 1992 ebenda, war im Hauptberuf Gymnasiallehrer, aber auch intensiver Volkstanzforscher und ab 1953 Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Er kam als Schüler über den Wandervogel zur Volkstanzbewegung und zählte mit 22 Jahren schon zum engeren Mitarbeiterkreis von Raimund Zoder.
Ab 1930 begann Herbert Lager mit der Leitung von Volkstanzkursen an der Wiener Universität und zählt zu den Gründungsmitgliedern der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz. In den daraus entwickelten Werkwochen für den Volkstanz übernahm er bis zum Jahr 1984 die pädagogische Leitung der Ausbildung von Tanzleiterinnen und Tanzleitern. Die bei diesen Lehrgängen erarbeitete Tanzleiterurkunde stellte für viele Jahrzehnte den Grundstock einer qualitätsvollen Tanzleitertätigkeit für ganz Österreich dar.
Schon 1940 veröffentlichte Herbert Lager gemeinsam mit Ilka Peter das Werk „Perchtentanz im Pinzgau“, ebenso zahlreiche Aufzeichnungen von Volkstänzen. Gemeinsam mit Hermann Derschmidt gab er das Buch „Österreichische Gemeinschaftstänze – Unsere Grundformen“ heraus. Das heute unter dem Titel „Die Grundtänze Österreichs“ bekannte Werk ist die wesentlichste Grundlage für das Volkstanzgeschehen in ganz Österreich.
Als langjähriger Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz , einer Fachvereinigung der Volkstanzarbeitsgemeinschaften aller Bundesländer und Südtirols, hatte er maßgeblichen Einfluss auf die gesamtösterreichische Entwicklung der Volkstanzpflege. In dieser Zeit hatte er auch die künstlerische Leitung von Tanzaufführungen im Rahmen der in 2-jährigen Abständen durchgeführten Bundesvolkstanztreffen inne.

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